ISAP Zurich

Unser Institut

Über ISAP

01 — MitarbeiterInnen, Fakultät, AnalytikerInnen, Studierende

Menschen am ISAPZURICH

ISAPZURICH MitarbeiterInnen

ISAPZURICH Seminarleitung

Ombudsstelle

ISAPZURICH AnalytikerInnen

ISAPZURICH AnalytikerInnen in Ausbildung

02 — Leitbild, Geschichte, Identität

Warum ISAP?

Leitbild

Die Analytische Psychologie, die am ISAPZURICH gelehrt wird, gehört zu den psychodynamischen und tiefenpsychologischen Richtungen, für die der Einbezug des Unbewussten von zentraler Bedeutung ist. Sie hat sich ursprünglich aus der Freud’schen Psychoanalyse heraus entwickelt, mit besonderem Fokus auf das Individuum: im Spannungsfeld von Individuation, sozialer Integration und Beziehung zu Überpersönlichem; in der Spannung zwischen Bewusstsein und Unbewusstem und der aus ihrer Dynamik erwachsenden Herausforderungen; in seinen inneren Konflikten zwischen Selbständigkeit und Abhängigkeit, Ideal und Wirklichkeit, Bedürfnis nach Nähe und nach Distanz; in seiner individuellen Persönlichkeitsausprägung; und in seinem aktuellen psychischen Zustand, seinem Leiden und seinen sozialen und zwischenmenschlichen Problemen.

Psychische Probleme werden einerseits als zu behebende Störungen verstanden, andererseits auch als Notwendigkeit und Anstoss zu seelischer Entwicklung. Die therapeutische Aufgabe besteht deshalb darin, im Hinblick auf grössere Authentizität und Kreativität Festgefahrenes zum Fließen zu bringen und einengende Vorstellungen und Selbstbilder zu hinterfragen. Sie ist darauf ausgerichtet, Bewusstmachung und Selbstreflexion zu fördern, und zwar sowohl bei konkreten äusseren Problemen im Alltag als auch bezüglich störender innerer Denk- und Verhaltensmuster. Die Analytische Psychologie von C.G. Jung unterscheidet das kollektive und das persönliche Unbewusste. Sie betrachtet Archetypen und Komplexe als psychische Faktoren, die den Menschen und dessen Beziehungsmuster mitbestimmen. Sie erkennt in Beziehungskonflikten, Fehlentwicklungen und psychischen Störungen auch Ansätze zu möglichen Wandlungsschritten.

Die Analytische Psychologie ist transkulturell ausgerichtet, mit der Überzeugung, dass Menschen aller Kulturen, Religionen, sozialen Schichten und Bildungswege ähnliche Grunderfahrungen machen, wenn auch in ihrer je eigenen Sprache und Erlebensweise, und dass sich ihnen ähnliche Lebens- und Sinnfragen stellen. Diese Fragen widerspiegeln sich in Erzählungen, Vorstellungen, Ritualen und Bräuchen sowie in Mythen und Märchen der jeweiligen Kultur.

Schwerpunkte:

Bei der Vermittlung der Theorie sollen die Studierenden die Fähigkeit erwerben, im klinischen Rahmen und in der eigenen Praxis fachlich kompetent und verantwortungsvoll als Analytische PsychotherapeutInnen zu arbeiten. Diese Fähigkeiten werden in schriftlichen Arbeiten, dreizehn Prüfungen und mehreren Interviews mit drei der Aufnahmekommission angehörenden AnalytikerInnen geprüft.

Schwerpunkte im Erwerb von Wissen und Kompetenzen sind:

  • entwicklungspsychologische Konzepte, welche die gesamte Lebensspanne betreffen
  • Komplexe: ihre Wirkung und Entstehung in frühen Beziehungserfahrungen, Bindungsmuster
  • psychologisches Verständnis von Symbolen: Deutung von Träumen im Hinblick auf ihre kompensatorische und entwicklungsbezogene Bedeutung; Beschäftigung mit Mythen und Märchen; Förderung imaginativer und künstlerischer Ausdrucksformen; Bildinterpretation und therapeutischer Umgang mit Bildern
  • Psychopathologie
  • Psychiatrie: DSM, ICD-10, Einführung in die ICD-11, Krankheitsbilder und Therapie-Ansätze
  • Grundlagen der Analytischen Psychologie: Grundkonzepte bei C.G. Jung und ihre Weiterentwicklung
  • Wortassoziationsexperiment: Selbsterfahrung, Anwendungsübung, Auswertung
  • Persönlichkeitstypologie: Kenntnis der Jungschen Typologie mit den vier Bewusstseinsfunktionen und zwei Grundeinstellungen
  • psychodynamische Störungs- und Therapiekonzepte: Traumata, dissoziative Störungen, Persönlichkeits- und Identitätsstörungen, depressive Störungen, Angst- und Zwangsstörungen, Stress und Stressfolgestörungen.
  • Forschungsberichte aus neuen, für die Analytische Psychologie relevanten Bereichen wie Neurowissenschaften, soziale und ökologische Probleme und kulturelle Komplexe.

Neben der Theorievermittlung sind Selbsterfahrung (Lehranalyse) und Supervision (einzeln und in Gruppen) von besonderer Bedeutung. Sie dienen der Individuation und der Förderung der Bewusstseinsentwicklung der Studierenden bezüglich ihrer Schattenseiten, Vermeidungsmuster, Verletzungen und persönlichen Ressourcen.

Die angehenden PsychotherapeutInnen sollen eine angemessene Kenntnis über bewusste und unbewusste psychische Vorgänge gewinnen und ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen sowie Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene erkennen und deren Potenzial im Kontext des therapeutischen Prozesses reflektieren.

Daneben sollen sie Diagnostik und Indikationsstellung erlernen sowie die Fähigkeit erwerben, gemeinsam mit PatientInnen Behandlungsziele zu klären. In den Einzel- und Gruppensupervisionen (Fallkolloquien) lernen die Studierenden, das erworbene Wissen und ihre praktischen therapeutischen Fähigkeiten darzustellen und zu reflektieren.

Am Anfang

Am Anfang stand ein Exodus, um eine unhaltbare Situation zu verlassen und einen Seelenverlust zu vermeiden. Es ging darum, die Einzigartigkeit der Zürcher Ausbildungstradition mit einer Vollzeitausbildung vor Ort beizubehalten.

In früheren Zeiten war der Aufenthalt in der Schweiz, um C.G. Jung, Marie-Louise von Franz und Jolande Jacobi zu sehen, nicht immer einfach, da es durchaus eine Herausforderung sein konnte, in die Mitte Europas zu gelangen. Um sich einer Analyse zu unterziehen und sich auf das eigene unbewusste Material, dem eigentlichen Zentrum der Analytischen Psychologie, zu konzentrieren, erforderte viel Zeit und Abgeschiedenheit. Heute ist es nicht anders. Wie bei der Metamorphose eines Schmetterlings sind manchmal schwierige Entwicklungsschritte nötig. ISAPZURICH ist eine Gemeinschaft, in der Paradoxien, Widersprüche und Gegensatzspannungen, die zur Entfaltung beitragen, ausgehalten werden. Es ist ein Gefäß, das Verwurzelung bietet, um offene Erforschung zu ermöglichen. In Anlehnung an das ursprüngliche Konzept der Ausbildung in analytischer Psychologie, wie es von Jung und seinen Schülern festgelegt wurde, bietet ISAPZURICH während zwei 14-wöchigen Semestern pro Jahr eine reiche Vielfalt an Vorlesungen und Seminaren an.

Als einzige Jungsche Vollzeitausbildung der Welt, die einen Wohnsitz in Zürich erfordert, bietet ISAP die Möglichkeit, sich mit dem speziellen genius loci der Stadt vertraut zu machen; sich einer internationalen Gemeinschaft von Menschen mit gleichen Zielsetzungen und Ressourcen anzuschliessen; von einem breiten Spektrum renommierter schweizerischer und internationaler AnalytikerInnen und ForscherInnen angeregt und herausgefordert zu werden; von in Zürich ausgebildeten Analytikerinnen und Analytikern betreut und ausgebildet zu werden; sich in das Unbewusste zu vertiefen und einer Tradition der Vollzeitausbildung vor Ort zu folgen (Kolloquien, Supervision, Ausdruckstherapien, Erfahrungsseminare); und damit die Gelegenheit, eine einmalige, tiefgreifende Wandlungserfahrung zu haben.

ISAPZURICH bietet ein flexibles Lernumfeld, das Vielfalt beinhaltet, Selbstentfaltung und Reifung fördert, und Reflexion und Selbstbestimmtheit verlangt, die sowohl auf bewussten wie auf ebenso wichtigen unbewussten Faktoren beruhen. Im Stil der europäischen Tradition akademischer Freiheit wird wenig vorgeschrieben und viel angeboten.

ISAPZURICH ist der gemeinnützige Ausbildungszweig der "Association of Graduates in Analytical Psychology Zurich" (AGAP), eine der Gründungsmitglieder und immer noch eine der grössten Mitgliedsgesellschaften der "International Association for Analytical Psychology" (IAAP). Die IAAP ist die weltweite Dachorganisation zur Anerkennung von Jungschen AnalytikerInnen und Analytischen PsychologInnen. AGAP setzt sich für eine postgraduale Vollzeitausbildung vor Ort in Analytischer Psychologie in Zürich ein – sei es für berufliche oder persönliche Zwecke.

What Makes ISAPZURICH Unique?

Working as a Jungian Psychoanalyst is not something we do. It is something we are. And we believe firmly that the training program must allow a time for reflection and experimentation, free from other obligations so that the candidate can follow the leading of the soul (the psyche) to grow into the person they are meant to become.

Many experiential seminars give the beginning student a controlled environment in which to begin an interaction with the unconscious, bringing up personal experience/reflections which can be worked on further in the analytic setting with an experienced training analyst. The experimental seminars are supplemented with academic courses, explaining the Jungian theory as well as the scientific underpinnings of what the candidate is experiencing. Time is also given to discussion with the analysts, but mainly time for deep sharing of experience with fellow candidates, walking, for awhile, the same path.

Once the Propedeuticum Examinations and initial work with symbols are completed, emphasis changes to beginning the work of a Jungian psychoanalyst and the life of the diploma candidate changes to beginning work with clients under the supervision of experienced and specifically trained supervising analysts. Some students choose at this time to return to their home countries but still returning for some time each semester to Zurich and to ISAP.

We are a hub, reaching out to over 20 countries, with students and visiting guest lecturers coming together to learn, share, and following the path laid out individually for each.

Zurich as Location

Zurich is an upmarket banking city and the financial capital of Switzerland. It is often labeled as one of the most expensive cities in the world and is famous for luxurious life-styles, high-end shopping and fancy chocolates. So why come to Zurich to immerse in depth psychology and a search for meaning?

Partly it is the setting. Sitting right on Lake Zurich, with the waters of the River Limmat running through it, it is at the foot of the Swiss Alps. Zurich is ranked as one of the best cities to live in the world, being the largest city in Switzerland and offering a stellar public transportation system, which supports urbanization steeped in centuries of history and cultural. But again, why Zurich for soulful exploration?

It’s also about the spirit of the place. Here you can relive different worlds and ages at the 50+ museums and 100 art galleries. Get to know Old Town on both sides of the Limmat, including the enigmatic Niederdorf on the east side of the river. Swim in the lake or bike around it. Revel in the architecture of a city permanently settled for over 2,000 years. Zurich was founded by the Romans, who in 15 BC, called it Turicum.

In addition, Zurich has a certain genius loci particularly supporting the depth of introspection, introversion, solidity, slower pace, circumambulation, mystery, symbolism and creativity, in short, the basic tenets of analytical psychology. Come steep yourself, once in your life, in a once-in-a-life-time experience.

About Switzerland

A defining attribute of Switzerland is that it is at the heart of things! Situated in central Europe, bordered by Germany to the north, Italy to the south, France to the west, and Austria and Liechtenstein to the east, you will be strategically located to expand your horizons more than you can imagine. The geographical divide the Alps provide heighten the sense of opportunity, since visitors experience clearly the German-French-Italian-Romansh speaking areas, not only by language but also by flora and fauna, culture and tradition. In addition to this sense of having four-countries-in-one, fully one quarter of the 8,5 million residents are foreigners adding richness in diversity.

During your residency studies you can visit top destinations and attractions, natural and cultural. The list is almost unending and because of the national rail system, nearly everything is accessible without having to own a car. Websites like www.myswitzerland.com as well as brochures at the Zurich main train station can assist you and boost your appetite for exploration.

In addition to general tourism, Switzerland is steeped in analytical psychology history, in places like Ascona, Basel, Bollingen, Eranos, Küsnacht and, of course, Zurich. You will be able to visit, for instance, The Psychology Club in Zurich, Jung’s Bollingen Tower and the Jung House Museum in Küsnacht or take a tour of Jung’s childhood hometown, Basel. Over the course of your studies you will get to know the culture and traditions that helped form Jung which can deepen your understanding of his psychology.

03 — Struktur

ISAPZURICH Organisation

ISAPZURICH Organisation und Kommissionen

ISAPZURICH ist der gemeinnützige Ausbildungszweig der Gesellschaft für Diplomierte in Analytischer Psychologie (AGAP), eine der Gründungsmitglieder und immer noch eine der grössten Mitgliedsgesellschaften der International Association for Analytical Psychology (IAAP). Die IAAP ist die weltweite Dachorganisation zur Anerkennung von Jungschen AnalytikerInnen und Analytischen PsychologInnen. AGAP setzt sich für eine postgraduale Vollzeitausbildung vor Ort in Analytischer Psychologie in Zürich ein – sei es für berufliche oder persönliche Zwecke.

Mehr erfahren

Die AGAP-Gesellschaft

Die "Association of Graduate Analytical Psychologists" (AGAP) ist die Trägerorganisation des ISAPZURICH. Sie umfasst knapp 400 Mitglieder weltweit und bildet die institutionelle Grundlage für unsere Ausbildungsprogramme.

Mehr über AGAP erfahren.

04 — ISAPZURICH erleben

ISAPZURICH Gemeinschaft beitreten

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Opening Celebration and Graduation Party

Each semester opens with a Semester Opening Celebration on the first Saturday, beginning at 16:00 and followed by a rich buffet and wine — and closes with a Graduation Party on the last Friday, beginning at 17:00, with an ample buffet, Prosecco, and wine. For exact dates please consult the Important Dates page. <-- TO REVIEW (GM)

Join as an Analyst

Analysts who are members of AGAP may join ISAP as Participants. See **Prospective ISAP Participants page for more details.

Join our Alumni

Join our Alumni. Alumni of ISAP, both analysts and Certificate holders, may join the Alumni group by contacting vicepresident@isapzurich.com.

Erfahrungsberichte

05 — Über die Analytische Psychologie

Häufig Gestellte Fragen

Was ist Analytische Psychologie?

Die Analytische Psychologie hat sich in den letzten Jahren weiter entwickelt und es lassen sich drei Hauptrichtungen unterscheiden: die klassische Schule, die entwicklungspsychologische und die Schule der Archetypenpsychologie.

So gibt es beispielsweise den Archetyp der Mutter, der mütterliches Verhalten ob bei Mann oder Frau im weitesten Sinne prägt und an dem jeder Mensch Anteil hat durch die eigene Mutter, aber auch eigenes mütterliches Verhalten ausbildet. Jeder Archetyp hat indes zwei Seiten, eine positive und eine negative; beim Archetyp der Mutter ist dies die böse, kalte, abwesende Mutter beispielsweise. Die Grosse Mutter ist der zentrale Aspekt des weiblichen Archetyps. Sie ist ein ewiges Bild, dass sich seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte ubiquitär nachweisen lässt. Es zeigt Mutter Natur in ihrem lebensspendenden als auch in ihrem lebensverneinenden Aspekt - wie sie in unzähliger Vielfalt - zeitlich, kulturell, ethnisch und geographisch geprägt - als kollektives Symbol der Mythologien, sowie als Topos in Literatur und Kunst je und je erscheint. Man denke an die Muttergottes mit dem Jesuskind und an die Pietà Darstellungen, die Leben und Tod umfassen. Das Bild der Grossen Mutter ist nicht allein kulturell überliefert, nicht nur individuell lebensgeschichtlich erworben, sondern basiert auf phylogenetischem Hintergrund und ortet sich als präformierende Struktur im kollektiven Unbewussten.

Der Mutterarchetyp steht hinter der persönlichen Mutter und wirkt je nach persönlicher Erfahrung lebensfördernd oder lebenshemmend. Die positive Urbeziehung konstelliert im Baby die psycho-biologische Ganzheit, sein Selbst und ist mit ihren wachstumsfördernden Medien die notwendige Voraussetzung für integrierte Ich-Funktionen und Individuation im Sinne der Selbstwerdung. Missglückt indes die positive Bindung an die Mutter, wird das Selbst ungenügend konstelliert und die Beziehung steht im Zeichen des Misstrauens und der existentiellen Unsicherheit. Dieser Ansatz wurde im Laufe der Zeit über die Analytische Psychologie hinaus verfeinert und entwickelt sich bis heute weiter in der so genannten Bindungstheorie, die John Bowlby begründete. zu Recht kann man sagen, dass der Mutter-Kind Archetyp der am besten untersuchte und empirisch belegte Archetyp ist.

Wer war C.G. Jung?

Carl Gustav Jung (1875 1961) war einer der bedeutendsten Denker und Tiefenpsychologen seiner Zeit. Seine Analytische Psychologie hat Wesentliches zum besseren Verstandnis der Psychologie des Menschen und der psychischen Störungen beigetragen.

1875 in Kesswil geboren, erhielt er seine Schulbildung und seine medizinische Ausbildung in Basel. Als Psychiater am Burghölzli in Zürich kam er in Berührung mit Sigmund Freuds Schriften. Er wurde dessen Schüler und Freund, bis die Beziehung wegen unterschiedlichen Positionen auseinanderging und Jung die Analytische Psychologie entwickelte. Es entstand ein umfangreiches Werk, dessen Bedeutung weit über die Grenzen der Psychiatrie und Psychologie hinausreicht.

Im Jahr 1935 wurde er Professor an der ETH in Zürich und 1944 Ordinarius für medizinische Psychologie an der Universität Basel.

Jung heiratete 1903 Emma Rauschenbach und hatte 5 Kinder. Er wohnte und praktizierte in Küsnacht am Zürichsee, wo er am 6. Juni 1961 starb.

Was sind einige Kernkonzepte der Analytischen Psychologie?

Jung ist der Entdecker des kollektiven Unbewussten, das die allgemein- menschliche Grundlage seelischen Erlebens und schöpferischen Gestaltens ist.

Jung hat den Begriff der Archetypen in die wissenschaftliche Diskussion eingebracht.

Jung ist der Begründer einer neuen Typologie. Die dazugehörigen Begriffe von Extraversion und Introversion sind in den allgemeinen Wortschatz eingegangen.

Jung hat das Konzept des Individuationsprozesses entwickelt. Es besagt, dass die seelische Entwicklung des Menschen auf einem Selbstwerdungsvorgang beruht. Dieser verlangt eine Abwendung von kollektivem Normverhalten, sowie Förderung und Entwicklung der eigenen Persönlichkeitspotentiale.

Auf dem Weg zum authentischen Selbst hat sich der Mensch mit verschiedenen Persönlichkeitsaspekten auseinander zu setzen: mit der Persona, dem Schatten, mit Anima und Animus und mit dem Selbst. Diese Begriffe sind ebenfalls Allgemeingut geworden.

Als Erforscher der Tiefendimensionen des Unbewussten hat sich Jung speziell mit Märchen, mit Mythologie, Religion und Alchemie befasst. Er entwickelte dabei einen völlig neuen Symbol-Begriff.

Beim Deuten unbewusster Inhalte wandte Jung eine finale Betrachtungsweise an. Er ging dabei von kompensatorischen Bedeutungen aus, die der selbstregulierenden Tendenz der Seele entspringen.

Jung betrachtete die Psyche als objektive Realität, die sich auch in sogenannten Synchronizitäten äussern kann. Seines Erachtens weist dies auf die Tatsache, dass psychische Innenwelt und konkrete Aussenwelt sich letztlich entsprechen.
Für Jung folgt das therapeutische Handeln nicht einer allgemeingültigen Methode. Es richtet sich vielmehr nach den je verschiedenen Gegebenheiten des einzelnen Individuums.

Seelische Krankheit wird nicht bloss als zu behebende Störung verstanden, sondern ebenso sehr als Notwendigkeit und Anstoss zu seelischer Entwicklung. Die therapeutische Aufgabe besteht für Jung darin, den Menschen auf seinem Weg zu sich selber zu unterstützen, dessen Bewusstwerdung zu fördern, grössere Authentizität zu ermöglichen und die je eigene Kreativität zum Leben zu bringen.

Zusätzlich hat das therapeutische Handeln zum Ziel, den Menschen zur Erfahrung eines Grösseren zu befähigen, ihn für die Sprache des Unbewussten zu öffnen und für die Dimension des eigenen Lebenssinnes empfänglich zu machen.
Die therapeutische Beziehung wird als reale Beziehung zweier Menschen gesehen, die als Gefäss für den therapeutischen Prozess von grundlegender Bedeutung ist.

Die Analytische Psychologie betrachtet die Psyche als eine von Gegensätzen bestimmte Wirklichkeit. Deshalb ist die Jungsche Sicht durch mehrere Polaritäten gekennzeichnet:

Sie betont einerseits die herausragende Stellung des Individuums gegenüber dem Kollektiv, unterstreicht aber andererseits auch die Bedeutung von kollektiven Faktoren, wie sie im Unbewussten des Individuums und in Gesellschaft und Kultur wirksam sind.
Sie betrachtet Bewusstwerdung als vordringliche Aufgabe, aber sie erkennt zugleich in der Annäherung ans Unbewusste und an dessen instinktives Wissen eine eminent therapeutische Zielsetzung.
Sie erkennt in der schöpferischen Begegnung mit persönlichen Gefühlen und inneren Bildern den Kern der therapeutischen Arbeit, aber weiss zugleich um die Notwendigkeit eines realistischen Alltagsbezugs und um die Wichtigkeit des Einbezugs der Welt.
Sie bemüht sich um allgemein gültige wissenschaftliche Erkenntnis und hütet sich zugleich, die komplexe Wirklichkeit des Seelischen in verallgemeinerbare Konzepte und normierte Behandlungsstrategien fassen zu wollen.

Wie kann ich einen AnalytikerIn finden?

Ein guter Ausgangspunkt ist das ISAP-Analytikerverzeichnis, da unsere Analytiker auf mehreren Kontinenten arbeiten. Hier können Sie sich über jeden einzelnen Analytiker informieren und Ihre Intuition nutzen, um mit einigen in Kontakt zu treten und zu sehen, ob es eine gute Resonanz zwischen Ihnen beiden gibt. Die ISAP-Analytiker in Ausbildung bieten auch Analysen zu einem vergünstigten Preis an.

06 — Kontakt aufnehmen

Kontakt

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Stampfenbachstrasse 115
8006 Zürich, Schweiz

Wir befinden uns direkt neben der Tramhaltestelle "Beckenhof".

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office@isapzurich.com
+41 (0)43 344 00 66

Fragen zum Studium am ISAPZURICH

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Semesterdaten

Semesterpause
3. August 2026 - 7. September 2026

Herbstsemester 2026
8. September 2026 - 11. Dezember 2026

Semesterpause
12. Dezember 2026 - 22. Februar 2027

Betriebsferien - Büros geschlossen
19. Dezember 2026 - 10. Januar 2027

Frühlingssemester 2027
23. Februar 2027 - 21. Mai 2027

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Semesterpause
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Semester
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Dienstag 9:30–12:00 & 13:30–16:30

Semester
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Donnerstag 13:30–18:30
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Semester
Dienstag, Mittwoch, Freitag 11:30–16:30
Donnerstag 13:30–18:30

08 — Verschiedenes

Allgemeine Informationen

ISAP im Ausland

ISAPZURICH analysts work around the globe in cooperation with the IAAP (International Association of Analytical Psychology) Router Program as well as in response to invitations to speak and teach on every continent.
Additionally, we have several Partner Programs, which meet a variety of interests and needs.

For more information see our Partner Programs or contact programdirector@isapzurich.com.

Raummiete - erstklassige Zürcher Location für Ihre Veranstaltung

Untergebracht in einem historischen Postgebäude und in bester Lage bietet das ISAP-Gebäude den idealen Rahmen für Ihre Veranstaltung. Nur zwei Tramstationen vom Zürcher Hauptbahnhof entfernt, verfügen wir über verschiedene Mieträume von 22 bis 62 Quadratmetern, sowie eine kleine Küche, einen Bistrobereich und Toiletten. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte unter office@isapzurich.com.

ISAP ist auf Spenden angewiesen — vielen Dank für Ihre Unterstützung!

ISAP ist eine gemeinnützige Bildungseinrichtung und ist jedes Jahr auf Spenden angewiesen, sei es in Form von einmaligen Spenden, Erbschaften, Vermächtnissen oder besonderen Schenkungen. Für direkte Spenden verwenden Sie bitte eine Kreditkarte oder eine Banküberweisung, wie unten angegeben.

Um weitere Nachlässe wie Schenkungen, Vermächtnisse, Erbschaften, Aktien und Anleihen, Versicherungspolicen zu besprechen, wenden Sie sich bitte an treasurer@isapzurich.com oder president@isapzurich.com. Wir wissen jede Unterstützung zu schätzen! Wir danken Ihnen!

Spenden

Studiengebühren & Preise

Studiengebühren

Ausbildungskandidat: CHF 3200
Diplomkandidat: CHF 3000
Immatrikulierte Fachhörer: CHF 2700
Kandidat auf Urlaub: CHF 1400
Immatrikulierte Fachhörer auf Urlaub: CHF 500

Examen

Propädeutische Prüfungen: CHF 1400
Diplomprüfungen & Thesisgespräch: CHF 3000
Weiterbildungsprüfung & Zertifikat: CHF 500
Verschiebung, pro Prüfung: CHF 150
Wiederholung Fallprüfung: CHF 550
Übrige Prüfungswiederholung: CHF 200

Sonstige Preise

Anmeldung zum Studium: CHF 300
Aufgeschobener Studienbeginn: CHF 150
Interviews (pro Interview): CHF 150

Die Semestergebühren beinhalten den Mitgliederbeitrag der Studierendenvereinigung. Wenn Sie nicht Mitglied sein möchten, ziehen Sie CHF 25.- ab.

Kosten für Kontrollfall-Kolloquien sind nicht inbegriffen.

Zahlungen

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